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Mein schwarzes Banner!Wehe auf blutdurchtränktem Feld...Künde von Chaos und Tod!Von Verzweiflung und Leid und verlöschendem Seelenfeuer...





Lifetime Lonlyness

Es war Nachmittag und die Sonne brannte heiß von dem unwirklich blauen Himmel herab. Die Welt schwitzte, einfach alles war heiß. Der Asphalt auf den Straßen dampfte, die Bänke und Stühle in den Parks und Cafes waren so heiß, dass niemand sich darauf setzten wollte.
Die Menschen stöhnten unter der Hitze, nur sie interessierte das alles nicht. Sie spürte die Hitze nicht, sie spürte weder Sonnenstrahlen auf ihrer Haut noch den lauwarmen Wind in ihrem Haar. Das einzige, was sie fühlte, war die Kälte, die um sie herum lag. Sie spürte nur die Kälte, die aus ihrem Herzen kam.
Sie stand etwas abseits, im Schatten einer kleinen Seitenstraße und beobachtete sie. Sie konnte die Menschen sehen. Sie wirkten wie eine dunkelgraue Masse, die einem unbekannten Ziel nachgingen. Geschäftig eilten Männer und Frauen jeden Alters durch die Straßen der Stadt, immer gehetzt, immer mit einem Auge auf der Uhr ruhend, um nicht zu spät zu kommen.
Das also waren die Kriege unserer Zeit, dachte sie bei sich. Wir führen einen Krieg gegen die Zeit, nicht gegen Ungeheuer oder andere Menschen, nein dieser Krieg geht allein gegen die Zeit, weil viel zu wenig davon da ist.
Es schaudert sie, als ihr bewusst wurde, dass sie vor wenigen Wochen noch zu ihnen gehört hatte. Auch sie hatte nach der Uhr gelebt, war ständig von einem Ort zum nächsten gehetzt bis zu jenem Tag, als sie zusammenbrach.
Damals, es kommt ihr vor wie eine Ewigkeit, hatte sie in den Nächten nur noch geweint. Den Tag hatte sie nur mit Hilfe von Tabletten ertragen können. Ihre Seele war zerfressen und ihr Körper so geschwächt, bis er schließlich aufgab.
Damals hatte sie zum ersten Mal die Gegenwart der Unbekannten gespürt und seit jenem Tag hatte sie nach ihr gesucht.
Sie wollte erlöst werden von der Qual, die das Leben in der heutigen Zeit mit sich brachte. Sie selbst hatte dazu nicht den Mut und die Ärzte viel zuviel Ehre und Courage, um sie einfach sterben zu lassen.
Wochen hatte es gedauert, bis sie endlich wieder eine Spur von ihr hatte finden können. Was sie aber nicht wusste, war, dass ihre Zeit bereits abgelaufen war.
Vor ihrem geistigen Auge sieht sie sich wieder auf den Stufen vor dem Dom sitzen. Sie sieht in ihre Augen und etwas blitzt in ihrer Hand, dann fühlt sie den Schmerz.
Sie greift sich ans Herz und obwohl da nichts ist, fühlt sie die kalte Klinge, wie sie Fleisch und Muskeln durchtrennt und ihr das Leben nimmt.
Sie hatte sich den Tod anders vorgestellt, vollkommen anders. Sie war damals gestorben auf den Stufen des Domes und dennoch war sie nicht tot. Sie lebte und auch wieder nicht. Alles war so verwirrend. Nach außen wirkte sie völlig normal, doch das war nur Schein. Ihr Herz schlug nicht, ihre Lungen atmeten nicht und in ihren Adern floss kein Tropfen Blut mehr.
In ihrem Kopf drehte sich alles. Hass stieg in ihr auf, unendlicher Hass auf die Menschheit und sie schrak zurück. Zu solch starken Empfindungen war sie, als sie noch zu den Lebenden zählte, nicht gewohnt.
In ihrem Inneren wallte und brodelte es. Stimmen in ihrem Kopf flüsterten unentwegt Namen und Orte und sie wusste, was sie zu tun hatte.
Sie hatte ihren alten Namen abgelegt und nannte sich nun Wölfin, nach dem Bildnis auf ihrem rechten Bein und nun war sie unterwegs, ihren unendlichen Hass auf die Welt zu stillen.
Sie machte sich auf den Weg. Ihr Opfer, besser gesagt ihre Opfer, gingen direkt voraus. Zwei Männer mittleren Alters in Anzügen begleiteten eine rothaarige Frau in einem weißen Sommerkleid.
Sie wartete auf eine günstige Gelegenheit um zu zuschlagen und diese ergab sich, als die drei in einen einsam gelegenen Park abbogen.
Sie machte sich bereit und schlug zu. Zuerst packte sie den rechten Mann, einen blonden Hünen, am Arm und schleuderte ihn mit aller Kraft gegen einen Baum und trat ihm mit voller Wucht in den Rücken. Er stand nicht mehr auf und irgendwie bedauerte sie, dass er es scheinbar nicht mehr richtig mitbekommen hatte. Dafür hatten es seine Begleiter mitbekommen.
Die rothaarige Frau kreischte wie von Sinnen los als das Rückgrat ihres Gefährten laut knackend brach und rannte los.
Sie musste lächeln. Sie würde nicht weit kommen. Dieser verzweifelte Versuch, seinem Schicksal zu entrinnen, war einfach lächerlich. Sie zückte ein Messer und warf es. Sie traf sie in die rechte Schulter und nagelte sie am Boden fest. Sie war später dran, es gab noch jemanden, der vor ihr sterben musste.
Sie war leicht überrascht, als sie ihm ihre Aufmerksamkeit schenkte. Obwohl er vor Angst zitterte, schien er soviel Mut zu haben, um sich ihr entgegen zu stellen.
Er ballte die Fäuste als sie sich ihm näherte und griff sie an. Beinahe mühelos wich sie den Schlägen aus und schlug selbst dabei zu. Der zweite blonde Mann wurde halb um die eigene Achse gedreht und zeigte ihr nun den Rücken, was ein fataler Fehler war. Sie schlug ihm in die Nieren und der Mann ging in die Knie. Er öffnete noch den Mund, aber der Schmerz hatte ihm die Stimme genommen.
Sie packte ihn am Schopf und zwang ihn auf die Beine. Sie trieb ihn vor sich her bis zu der rothaarigen Frau, die auf den Boden saß und das Messer vor sich in Abwehrstellung hielt.
Sie lächelte als sie das grenzenlose Entsetzten in ihren Augen las, Todesangst sollte jetzt dazu kommen.
Sie holte weit aus und stieß ihre Hand dem Mann von hinten durch die Brust. Als sie auf der anderen Seite wieder zum Vorschein kam, hatte sie sein noch schlagendes Herz in der Hand. Mit einem Ruck riss sie ihre Hand zurück und schleuderte der Frau das Herz mitten ins Gesicht. Den leblosen Körper ihres zweiten Opfers warf sie einfach beiseite, nun war sie an der Reihe.
Die Rothaarige schrie nicht mehr, sie weinte nur noch und als das Herz in ihrem Gesicht aufschlug, verschlug es ihr gänzlich die Sprache.
Die Wölfin trat auf sie zu. Jetzt konnte sie Todesangst in ihren Augen lesen. Mit einer einzigen Geste zeigte sie ihr, dass sie aufstehen sollte und die Frau folgte ohne Fragen zu stellen.
Sie fuhr mit ihren Fingern über die zitternde Kehle und sie spürte, wie ihr Herz sich fast vor Angst überschlug.
Sie kam ihr ganz dicht, sie konnte ihr Spiegelbild in ihren Augen sehen, sie spürte sogar ihren warmen Atem. Für den Bruchteil einer Sekunde zweifelte sie an ihrer Sache, doch dann zog sie durch.
Ohne ein Wort zu sagen kippte die junge Frau nach hinten weg, sie wand sich am Boden und ihre Hände klammerten sich an ihre Kehle, doch das Blut schoss in Strömen aus der großen Wunde hervor.
Die Wölfin setzte sich auf ihre Brust und nagelte ihre Hände am Boden fest. Sie fixierte die Sterbende derart mit den Augen, dass sie sie anblicken musste.
Ganz langsam verließ das Leben den Körper und der Glanz in den grünen Augen verblasste bis er schließlich gänzlich brach. Zufrieden ließ sie von der Leiche ab und stand auf. Als sie sich herum drehte, blickte sie in die entsetzten Augen eines jungen Pärchens.
Sie hatten alles mit angesehen, sie würden es weitererzählen und das konnte sie nicht zulassen.
Sie handelte schnell und riss der Frau den Kopf ab. Dem Mann brach sie einen Herzschlag später das Genick. Dann verließ sie den Ort, ohne sich um die anderen Toten zu kümmern. Sie musste einfach weg.
Hinter einem Baum traten zwei dunkle Gestalten aus dem Schatten. Sowohl der Mann als auch die Frau waren trotz der Hitze in lange Mäntel gehüllt. Sie betrachteten die Toten.
„Sie tötet am helllichten Tag und sie tötet wahllos. Wir müssen sie aufhalten, sie ist zu gefährlich...“

((so ich hoff, dass ist nun besser so. sorry nochmal, wollte nichts klauen))
21.6.06 21:30
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Lilli (22.6.06 23:47)
danke .. !!!!!!!!!
das bedeutet mir sehr viel !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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